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Harry Horn – Malerei und Grafik Ausstellung vom 22.07. bis 07.09.2008
Vernissage am 22.07., 19 Uhr mit Laudation und Livemusik Der Künstler wird anwesend sein.
In der künstlerischen Arbeit des Malers und Grafikers Harry Horn dominieren Landschaften und Stadtansichten. Dabei stehen die Ölmalerei und die Kaltnadelradierung im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens. Horn ist ein technisch exzellenter Künstler, in dessen Arbeiten alle guten Eigenschaften eines sensiblen, erfindungsreichen und zugleich menschlich liebenswürdigen Mannes zutage treten. Seine zierlich radierten Ansichten – akribisch mit Farbe behandelt – bezeugen sein tiefes Empfinden für den Stimmungsgehalt des Landschaftlichen. Seine Darstellungen beeindrucken durch ihre poetische Stimmung, klar und überschaubar komponiert, widerspiegeln eine ungewöhnliche Sensibilität in der Stilistik seiner Werke. Seine Vorliebe für eine kontrastreiche Abstufung der Bildzonen erinnern an Casper David Friedrich. Wälder und Seen, Äcker und Wiesen – alles liegt in dunstiger Atmosphäre. Die Luft ist mit Wasser getränkt und die Sonne wirft lichtgelbe Reflexe. Weithin strecken sich die Feldberger Seen mit ihren verschwimmenden Ufern. Die Dächer der Dörfer treten nur undeutlich hervor. Das ganze Land hat etwas Schwermütiges und doch wieder Beruhigendes.
Mit seinen Arbeiten gelingt es Harry Horn überzeugend, die tiefe Verbindung von Seele und Rationalität herzustellen, die nicht selten in unserer heutigen Zeit verloren geht. Seine Bildfindungen sind alles andere als kritiklose Heile-Welt-Darstellungen. Sie entfachen Sehnsüchte, die nachdenklich unsere Zeit reflektieren und dem eigenen Handeln auf Zeit Konsequenz verleihen, bevor der Alltag von den Anfängen einer richtig gewählten Besinnung Besitz ergreift und wir uns entfernen von jenen Wahrheiten, nach denen wir uns so sehr sehnen, deren Verlust wir jedoch bedenklicher Weise oft nur tatenlos bedauern. Hubert Ilchmann, Thomsdorf 27. März 2004
Kurz-Biografie Geboren am 27. März 1929 in Berlin, Volks-, Mittel- und Oberschule bis 1945, von 1945 bis 1948 Malerlehre mit FA Abschluss, von 1977 bis 1989 Arbeit im Malsaal der Volksbühne in Berlin, während dieser Zeit Unterricht bei der Bildhauerin Gertrud Classen, 1974 Begegnung mit der Malerin Charlotte Elfriede Pauly (1885-1981), seit 1989 freischaffend als Maler und Grafiker |
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