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Embryo - Sonntag, 12.06.2005, 20:00 Uhr

Seit 35 Jahren sind die Musiker der Münchner Gruppe Embryo nun schon unterwegs und damit wohl das dienstälteste Bandprojekt aus den Anfängen der eigenständigen Improvisationsmusik in Europa. Inzwischen gelten sie als Vorreiter eines Musikstils, der sich in der Sparte Weltmusik eingerichtet hat - ohne selbst in eine Schublade zu passen.

 

Seit 1969 waren die Musiker um den Schlaginstrumentalisten Christian Burchard auf Entdeckungsreise anderer musikalischer Welten durch Spanien, Marokko, Ägypten, Kleinasien, Japan, den Maghreb, Schwarzafrika, den USA und Indien. Nicht das Aufstülpen musikalischer Motive aus dem afro-amerikanischen oder auch europäischen Raum war und ist Leitmotiv von Embryo, sondern das Miteinander in scheinbar unvereinbaren musikalischen Ausdrucksformen. Eine Welt voller Musik entdecken und sie weitergeben - das ist zum Lebensmotto von Embryo geworden.




Auf den renommierten Europäischen Wochen Passau 2004 trat Embryo unter dem Motto "Reise in den Orient" auf. Die Kulturzeitung Applaus zitierte hierbei Herman Hesse (1877-1962): "Wenn...Gott sich in Indern und Chinesen anders ausdrückt als in Griechen, so ist das nicht ein Mangel sondern ein Reichtum."

 

Prof. Peter Michael Hamel von der Hochschule für Musik in Hamburg schrieb einen Monat vorher in einer Ankündigung für ein Embryokonzert im Mendelssohn-Saal der Hochschule: "Weltmusik ist für Embryo keine hohle Floskel, sondern der ständige Austausch mit Musikerinnen und Musikern
anderer Kulturen: Wie Arabisches und Indisches, Afrikanisches und schließlich auch Chinesisches im Prozess der Improvisation zusammenfinden, demonstriert die Kunst, sich auch in der Phantasie auf eine musikalische Reise begeben zu können."


Quelle: Bandinfo

 

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