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Dave Hole - Montag, 27.10.2008, 20.00 Uhr Betrachtet man die Tatsache, das Dave Hole während der letzten Jahre in Blueskreisen hochgelobt wurde, und das seine neuesten Werke stets mit großer Spannung erwartet werden, scheint es schier unglaublich das dieser Mann bereits seit drei Jahrzehnten auf der Bühne steht, und ihn hier zu Lande keiner kannte.
1948 in England geboren, zog er als Kind mit seiner Familie nach Perth (AUS). Bereits sehr früh verfiel er dem Blues, als er "Muddy Waters" Platten bei einem Freund hörte. Er sehnte sich danach, mehr zu darüber zu erfahren. Aufgrund der Abgeschiedenheit von Perth war es jedoch schwierig, regelmäßig an neue Blues-Alben heranzukommen. Noch seltener war es, einen Blues-Musiker live miterleben zu können. Hole mußte sich das Spielen also selbst beibringen. Zuerst ließen sich nur Eric Clapton und Jimi Hendrix Werke beschaffen, mit Ausdauer (ein Charakterzug, der bei Hole sehr stark ausgeprägt ist) gelang es Dave Hole jedoch Alben von Blind Willie Johnson, Skip James, Blind Lemon Jefferson und vielen anderen in die Finger zu bekommen. Robert Johnson, Elmore James and Mississippi Fred McDowell waren seine Haupteinflüsse, ihre Platten hörte er wieder und wieder. Von diesen Blues-Größen saugte er auf, so viel er nur konnte.
Dann brach er sich den kleinen Finger bei einem Football-Spiel, Unfall oder Schicksal? Der einzige Weg weiterhin Slide-Gitarre zu spielen ohne Schmerzen zu haben, bestand darin den Slide über den Zeigefinger zu stülpen und die Hand von oben über den Hals der Gitarre hängen zu lassen. Als der kleine Finger letztendlich wieder verheilt war, hatte Hole sich so sehr an diese Slide - Technik gewöhnt und an den Sound den er mit ihr erzielte, das er sich nicht mehr umstellte.
1974 spielte Hole regelmäßig Gigs in Perth und anderen Orten in Westaustralien, nur zweimal verschlug es ihn in den Osten des Kontinents nach Sydney und Melbourne.
In den Achtzigern spielte er beinahe nonstop und ließ jedes Mal ein absolut verzaubertes Publikum zurück.
1990 nahm er sein Debütalbum auf, das er selbst finanzierte: "Short Fuse Blues". Die Platte wurde hauptsächlich auf seinen Konzerten verkauft. Einer Laune folgend schickte Dave eine Kopie seines Albums an Jas Obrecht von „Guitar Player“, der Rest ist Geschichte; Ein Review im April `91 und ein Artikel in der Juli- Ausgabe des gleichen Jahres brachten Dave Hole „Starruhm“ ein. „Wilde Silberarbeit...feueratmend... .Was kann man sich sonst noch wünschen?“ fragte das einflussreiche Magazin.
Dann landete eine Kopie der Story und ein Album auf dem Schreibtisch von Bruce Iglauer, Chef von "Alligator Records" USA, der sich nach dem Gehörten, entschloß, erstmalig in der 26-jährigen Firmengeschichte, einen nicht aus den Staaten stammenden Künstler unter Vertrag zu nehmen. Diese Entscheidung hat sich bis heute mehr als ausgezahlt. Die Kritiker im ganzen Land schmückten Hole mit Lorbeeren, die Fangemeinde wuchs, da Hole in mehr als 1000 Radio-Sendern gespielt wurde. In den verschiedensten Fachzeitschriften erschienen enthusiastische Reviews und Artikel.
Um auch den europäischen Markt zu erschließen unterschrieb Dave noch im selben Jahr einen Vertrag bei Provogue Records NL, darauf folgten Alben und Touren in Europa und den U.S.A., die alle dazu beigetragen haben, seinen Ruf als einen der besten Slide-Gitarren-Spieler der Welt zu festigen, ihn aus dem Dunkeln zu internationaler Anerkennung und Bewunderung zu führen. Weitere Informationen |
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